STUDIO Raumgestaltung - Gestaltung eines temporären Schauplatzes für die VIENNALE

Bauplatz: U-Bahnausgang Karlsplatz vor dem Eingang zum Stadtkino im Künstlerhaus, Wien

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Das Hauptaugenmerk ist auf das schlichte Äußere gerichtet, welches durch mehrere Kuben durchstoßen wird, die stets in unterschiedlichen Winkeln und Abständen aus der Außenhülle ragen. Die bewusst einfach gestaltete Fassade soll die Neugierde der vorbeigehenden Passanten wecken und die Besucher auf ihrer Reise durch die angehobenen und abgesenkten Räume begleiten.

Fassade: Die Fassade strahlt trotz ihrer schlichten Art aufgrund ihrer Form Massivität aus. Im Gegensatz dazu steht das Gebäudeinnere mit den komplexen Raumaufteilungen. Zur Erhöhung der plastischen Wirkung fungieren an der Fassade zwei verschiedene Lamellentiefen. Die Fensterschlitze sind durch die Lamellenbreite bestimmt und erzeugen im Inneren ein Lichterspiel, welches sich im Laufe des Tages ständig ändert. Um das Sonnenlicht maximal zu nutzen, sind die Öffnungen über die gesamten Raumhöhen ausgeführt. Um Wind und Wetter trotzen zu können ist das Dach zu einer offenen, versunkenen Terrasse umgestaltet.

Lichteinfall: Licht gelangt gleich dem Lichtmodell durch kleine, aber vielzählige Fensterschlitze ins Innere. Dabei erfährt jeder Raum unterschiedliche Licht-/Schattenspiele und seine ganz eigene Atmosphäre erhält. Bei den einzelnen Kuben werden die Glasflächen bewusst groß gehalten, um sich einerseits vom Hauptkörper abzuheben, als auch dem Besucher eine Aussichtsfläche zu bieten.

Materialität: Es handelt es sich um einen reinen Holzbau, wobei die Massivität aufgrund der Kubusform erhalten bleibt. Das komplette Inlay besteht aus Glasflächen und Holz, wobei letzteres Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. 

Wegführung: Die Erschließung erfolgt über die Verbindung von Straßen- und U-Bahnniveau. Dieser überdachte Bereich dient als Übergang vom öffentlichen (Straße) zum privaten Raum (Ausstellung/Kino). Um das Interesse zu wecken wird hier für musikalische Unterhaltung (DJ) gesorgt. Im Erdgeschoß befinden sich Ticketschalter, Informationschalter und ein kleines Mitarbeiterbüro. Vom 1.Obergeschoß können sowohl Ausstellungsraum, als auch Kino betreten werden. Das Kino kann, sofern keine Vorstellung, ebenfalls als Ausstellungsraum genutzt werden. Im Falle einer Vorführung gewährleistet ein am Fenster platzierter Rollladen, dass kein Licht ins Innere gelangt. Im 2. Obergeschoß befindet sich ein Lichthof, von welchem Treppen zu den jeweiligen Kuben führen.

Betreuung: Christian Kronaus