Grundkurs Hochbau und Tragwerk - Entwerfen eines Ausstellungsgebäudes

Ikone: Engadinerhaus aus dem Engadin, Schweiz

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Fassade: Zur Erhöhung der plastischen Wirkung besitzen die Fensteröffnungen diverse Größen, wobei stets mit den gleichen Proportionen gearbeitet wird. Die plastische Wirkung kann darüber hinaus durch die Unregelmäßigkeit der Fensterplatzierung verstärkt werden. Die Fassade ist schlicht gehalten, strahlt jedoch Massivität aus. Im Gegensatz dazu steht das Gebäudeinnere mit den komplexen Raumaufteilungen. Von außen betrachtet wirken die Fensterplatzierungen wahllos angeordnet, diese sind aber an die inneren Gegebenheiten angepasst. Um das Sonnenlicht maximal nutzen zu können, sind die Lichtöffnungen über die gesamten Raumhöhen ausgeführt. Die unterschiedlichen Höhen ergeben sich durch die diversen Halbgeschoße.

Die bewusst schlicht gestaltete Fassade soll die Neugierde der vorbeigehenden Passanten wecken. 

Lichteinfall: Licht gelangt einerseits durch Lichtdurchflutungen, welche durch das ganze Gebäude reichen, und Glasfassaden ins Innere. Aufgrund der variierenden Laibungen erfährt jeder Raum unterschiedliche Licht-/Schattenspiele, wodurch sichergestellt werden kann, dass jeder Raum seine ganz eigene Atmosphäre besitzt. Die Innenwände sind großteils als Glasflächen ausgeführt um Sonnenstrahlen maximal nutzen zu können.

Wegführung: Die Erschließung erfolgt über einen nach innen versetzten, überdachten Eingangsbereich, welcher als Übergang zwischen öffentlichem (Straße) und privatem Raum (Ausstellungsgebäude) dienen soll. Vom Erdgeschoß führt eine mittig platzierte Treppe ins 1.Obergeschoß, von welcher man über ein Halbgeschoß ins nächste Geschoß gelangt. Im 2. Obergeschoß führt eine Treppe in das nächste Halbgeschoß, von der wiederum ein eigener Raum das 3.Obergeschoß erschließt. An der Gegenseite des 3. Obergeschoßes wird man über eine dreiläufige Treppe ins 4. und letzte Obergeschoß geführt. Bei dem Ausstellungsgebäude handelt es sich um ein lineares Grundrisssytem, wobei man durch jeden Raum geführt werden muss um ein höheres Stockwerk zu erreichen. 

Konstruktion/Lastabtragung: Wandscheiben, sowie 6 Hauptstützen sind für die Aussteifung und die vertikale Lastabtragung zuständig. Die Holzdecken sind schubsteif ausgeführt und das Ausstellungsgebäude befindet sich auf einem Plattenfundament.

Materialität:  Beim Ausstellungsgebäude handelt es sich um einen reinen Holzbau, wobei die Massivität aufgrund der Kubusform und des äußeren Verputzes erhalten bleibt. Das komplette Inlay besteht aus Glasflächen und Holz, wobei Letzteres Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Die Außenwände sind mit einer Wärmedämmung ausgestattet um die modernen Standards zu erfüllen. 

Betreuung: Patrick Fessler